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Ficus pumila L.
  synonym: Ficus longipedicellata H. Perrier
                 Ficus stipulata Thunb.
Kletter-Ficus, Kletterfeige, Moraceae - Maulbeergewächse
Sommerblüher, V–IX, bis 10 m lang, immergrün, mehrjährig

Die Kletterfeige stammt aus dem südöstlichen Asien (China, Japan und Vietnam), wo die Pflanzen bevorzugt in Wäldern, Strauchgesellschaften, Felshabitaten und Ruderalstandorten in Höhen von 0–300 m über NN wachsen. Im Südosten Nordamerikas ist die Art eingebürgert. Es sind immergrüne Sträucher oder Kletterpflanzen, die an den Knoten bewurzeln können. Die Zweige sind anfangs flaumig behaart, später kahl und dunkel braun. Die Laubblätter sind elliptisch, eiförmig bis länglich-oval, 4–10 cm lang, 2,5–4,5 cm breit, ganzrandig, ledrig, oberseits kahl und grün, unterseits gering behaart an den Nerven und grau-grün. Laubblätter an fertilen Sprossachsen sind kleiner. Die Blattstiele sind bis 2 cm lang, die Nebenblätter bis 0,8 cm. Die Früchte kurz gestielt. Es handelt handelt sich um ein Sykonium (von gr. "sykon" = Feige), einem Blüten- und später Fruchtstand mit zahlreichen Nüsschen im Inneren eines fleischigen Achsengebildes. Das Sykonium (oder: Synconium, Syconium) steht einzeln, ist grün, gelblich oder rötlich, birnenförmig oder kugelig bis zylindrisch, 4–8 cm lang, 3–5 cm breit, anfangs flaumig behaart und später kahl.


Abb. 1 Kriechende Ficus pumila auf Felsen im Warmgewächshaus des Palmengartens Frankfurt, 06.03.2013 Abb. 2 Ficus pumila in einer Sabal palmetto (Walter) Lodd. ex Schult. & Schult. f. im Hartlaubwald bei den Juniper Springs, Ocala National Forest, Florida, 24.10.2018, 9 m, 29° 11' 01 N, 81° 42' 42 W


Abb. 3 Ficus pumila auf dem Stamm einer Quercus virginiana Mill. im Hartlaubwald bei den Juniper Springs, Ocala National Forest, Florida, 24.10.2018, 11 m, 29° 11' 00 N, 81° 42' 45 W Abb. 4 Laubblätter der Ficus pumila im Hartlaubwald bei den Juniper Springs, Ocala National Forest, Florida, 24.10.2018, 11 m, 29° 11' 00 N, 81° 42' 45 W


Der Gattungsname Ficus L. stammt von lat."ficus" (= Feigwarze), nach den feinwarzigen Wucherungen; ältere Sprachwurzeln sind trotz der stark unterschiedlichen Phoneme gr. "sykea" oder armenisch "t'uz". Das Epitheton pumila stammt von lat. "pumilus" (= zwergig), nach der kleinwüchsigen Form der Art.

Ficus pumila ist in den wintermilden Regionen an geschütztem Standort durchaus winterhart. Hierzu wählt man eine Wand, idealerweise unter einem Vordach oder Balkon, wo die Pflanzen klettern können und vor allzu starken Kahlfrösten geschützt sind. Die Ansprüche an den Boden sind gering.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Ficus pumila. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/ficus-pumila.html am Tg.Mo.Jahr.

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