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Genista pilosa
L.
Haar-Ginster, Fabaceae - Hülsenfrüchtler
Vollfrühlingblüher, IV–VI, 15–30 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Der Haar-Ginster tritt im Westen und Norden Mitteleuropas zerstreut bis verbreitet auf, wird im Südosten selten, beziehungsweise fehlt ganz. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Bevorzugt werden kalkfreie Standorte auf Rasen, in Heiden, Felsfluren und lichten Wälder besiedelt. Es sind es niederliegende oder gelegentlich aufsteigende, dornenlose, buschig verzweigende Zwergsträucher. Anfangs sind Blätter und Zweige behaart, später kahl. Die Laubblätter sind elliptisch, 4–15 mm lang und bis 7 mm breit. Die Blüten stehen zu 1–3 achselständig und haben 8–10 mm lange Kronen. Kelche, Fahnen, Schiffchen und Hülsen sind seidenhaarig.


Abb. 1 Blüten von Genista pilosa auf einer bewirtschafteten Weide in Lauterbach-Sulzbach, mittlerer Schwarzwald, 21.04.2014, 824 m, 48° 15' 11 N, 08° 17' 42 O Abb. 2 Niederliegender Zwergstrauch der Genista pilosa auf einer bewirtschafteten Weide in Lauterbach-Sulzbach, mittlerer Schwarzwald, 21.04.2014, 824 m, 48° 15' 11 N, 08° 17' 42 O

Abb. 3 Niederliegende, blühende Sprossachsen von Genista pilosa auf einer bewirtschafteten Weide in Lauterbach-Sulzbach, mittlerer Schwarzwald, 21.04.2014, 824 m, 48° 15' 11 N, 08° 17' 42 O Abb. 4 Behaarte Hülsen von Genista pilosa an einem trockenen Saum am Hängeberg, Brilon, Sauerland, 16.07.2016, 494 m, 51° 22' 35 N, 08° 36' 10 O

Abb. 5 Verholzende Sprossachse und junge Zweige von Genista pilosa an einem trockenen Saum am Hängeberg, Brilon, Sauerland, 16.07.2016, 494 m, 51° 22' 35 N, 08° 36' 10 O Abb. 6 Sprossachsen und Laubblätter von Genista pilosa an einem Wegesrand am Hängeberg, Brilon, Sauerland, 16.07.2016, 493 m, 51° 22' 37 N, 08° 36' 14 O

Der Gattungsname Genista L. wurde schon vorlinnäisch für zahlreiche Arten und Gattungen des westlichen Mittelmeerraumes genutzt und später auf die Gattung Genista übertragen. Das Benennungsmotiv bleibt ungeklärt. Das Epitheton pilosa stammt von lat. "pilosus" (= behaart), nach den seidenhaarigen Blüten und Früchten.

Der Haar-Ginster wird gelegentlich im Gartenhandel angeboten. Es sind niederliegende Zwergsträucher für kalkarme und sonnige Plätze im Steingarten, Alpinum oder der mediterranen Staudenpflanzung.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Genista pilosa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/genista-pilosa.html am Tg.Mo.Jahr.

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