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Iris winogradowii Fomin
Winogradows Schwertlilie, Iridaceae - Irisgewächse (Schwertliliengewächse)
Vollfrühlingblüher, III–IV, 10–40 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Winogradows Schwertlilie stammt aus der ehemaligen Sowjetunion, dem heutigen Georgien und Aserbaidschan, wo die Art in alpinen Matten wächst. Dort existieren nur noch wenige Pflanzen in der Natur, die Art ist vom Aussterben bedroht. Die Pflanzen sind ähnlich der Iris histrioides (G. F. Wilson) S. Arn., bilden aber Reiskorn ähnliche Bulbillen und haben blassgelbe Blüten mit grünen Flecken. Mit einer Höhe bis 15 cm bleiben die Blütenstände eher klein. Die 2–4 Blätter erscheinen erst nach der Blüte und erreichen Höhen von bis zu 40 cm.


Abb. 1 Blassgelbe Blüte der Iris winogradowii im Winter in einem Privatgarten, 28.02.2015 Abb. 2 Blüten der Iris histrioides × winogradowii 'Sheila Ann Germaney', Privatgarten, 28.02.2015

Abb. 3 Freilandpflanze der Iris histrioides × winogradowii 'Sheila Ann Germaney', Privatgarten, 28.02.2015 Abb. 4 Die Blüte der Iris winogradowii ist blassgelb mit bräunlichen oder grünen Punkten, Privatgarten, 28.02.2015


Der Gattungsname Iris L. geht auf gr. "iris" (= Regenbogen) zurück und verweist auf die farbenreichen Blüten der Arten der Gattung. Auch in der Medizin wird die Regenbogenhaut des Auges Iris genannt. Das Epitheton winogradowii soll zu Ehren des Entdeckers der Art, einem P. Z. Winogradow-Nitikin, etabliert worden sein.

Iris winogradowii ist Elternteil zahlreicher interessanter Iris-Hybriden, die sich im Blühzeitpunkt und den Blütenfarben unterscheiden. Zusammen mit I. histrioides ist I. winogradowii beispielsweise Kreuzungspartner der sehr attraktiven Sorte Iris 'Sheila Ann Germaney', die sich durch wasserblaue Farbe der Krone und einem Blühzeitpunkt im Spätwinter, meist schon im Februar, auszeichnet.

Entgegen der nahe verwandten Arten Iris histrioides und I. reticulata Bieb. bevorzugt Winogradows Schwertlilie einen eher feuchteren Standort mit humusreichem Boden, aber ohne Staunässe, und einen Platz im Halbschatten bis Schatten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Huxley, A., Griffiths, M. & Levy, M. 1999: The New Royal Horticultural Society Dictionary of Gardening. – Band I–IV, Macmillan Reference Ltd., London.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Iris winogradowii. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/iris-winogradowii.html am Tg.Mo.Jahr.

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