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Lathyrus pratensis L.
Wiesen-Platterbse, Fabaceae - Hülschenfrüchtler
Ende Frühsommerblüher, VI–VIII, 30–100 cm lang, immergrün, mehrjährig

Die Wiesen-Platterbse ist in Mitteleuropa sehr häufig. Sie siedelt in Wiesen, Strauchgesellschaften, Waldsäumen, Waldlichtungen, Ufern und Wegrändern. Meist sind die Pflanzen aufsteigend oder kletternd, mit 4-kantigen, kahlen oder weichhaarigen, nicht geflügelten Stängeln. Die Laubblätter sind 1-paarig gefiedert mit lanzettlichen bis schmal elliptischen Blättchen und Ranken. Typischerweise haben die Pflanzen fiederblattartige Nebenblätter. Der Blütenstand ist eine 3–12-blütige, lang gestielte Traube. Die Krone ist gelb. Später bilden sich 2,5–3,5 cm lange, kahle Schoten. Die Wiesen-Platterbsen sind ausdauernde Pflanzen, die lange unterirdische Ausläufer bilden.


Abb. 1 Gelbe Blütenstände eines Lathyrus pratensis in einem Gebüschsstreifen am Wegesrand auf Langeoog, 17.07.2012, 1 m, 53° 44' 01 N, 07° 29' 35 O Abb. 2 Individuenreicher Bestand des Lathyrus pratensis am Wegesrand auf Langeoog, 17.07.2012, 2 m, 53° 44' 13 N, 07° 29' 30 O

Abb. 3 Blüten eines Lathyrus pratensis auf einer Wiese am Wegesrand auf Langeoog, 06.08.2013, 1 m, 53° 45' 03 N, 07° 34' 26 O Abb. 4 Fruchtstände eines Lathyrus pratensis auf einer Wiese am Wegesrand auf Langeoog, 02.08.2010, 2 m, 53° 44' 58 N, 07° 35' 20 O

Abb. 5 Gelbe Blütenstände eines Lathyrus pratensis am Wegesrand auf Langeoog, 17.07.2012, 2 m, 53° 44' 13 N, 07° 29' 30 O Abb. 6 Gelbe Blütenstände eines Lathyrus pratensis am Wegesrand auf Langeoog, 17.07.2012, 2 m, 53° 44' 13 N, 07° 29' 30 O

Lathyrus pratensis ist relativ einfach zu identifizieren. Die gelbe Krone und das 1-paarig gefiederte Blatt machen die Art unverkennbar. 

Der Gattungsnamen Lathyrus L. wurde schon vorlinnäisch für die Platterbsen genutzt, gr. "lathyros" (= Saat-Platterbse). Ein Benennungsmotiv ist allerdings nicht eindeutig. Das Epitheton pratensis stammt von lat. "pratum" (= Wiese) und bezieht sich auf den Standort der Art.

Lathyrus pratensis ist eine hübsche Staude für naturnahen Garten an einem sonnigen Standort, gerne mit sauren und auch etwas feuchteren Böden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Lathyrus pratensis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/lathyrus-pratensis.html am Tg.Mo.Jahr.

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