Startseite

Lunaria annua L.
Einjähriges Silberblatt, Judas-Silberblatt, Brassicaceae - Kreuzblütengewächse
Beginn Vollfrühlingblüher, IV–VI, 30–100 cm hoch, (immer-)sommergrün, ein-, zweijährig

Das Einjährige Silberblatt stammt ursprünglich aus Südeuropa, gilt in Mitteleuropa mittlerweile als eingebürgert. Es tritt zerstreut und unbeständig an Ruderalstandorten, entlang von Verkehrsböschungen, in Krautfluren, an Wegrändern oder in der Nähe von Gärten auf. Meist sind es zweijährige Pflanzen, die in der ersten Saison die Grundblätter bilden und nach der Blühphase in der zweiten Saison absterben. Die Laubblätter sind breit herzförmig, gezähnt, unten gestielt und oben ungestielt. Die auffälligen Blüten tragen vier purpurfarbene Kronblätter, selten weiß, nicht duftend. Die Schötchen sind rund und nicht zugespitzt, 2–5 cm im Durchmesser, im Gegensatz zur ähnlichen Mondviole, Lunaria rediviva L., deren Schötchen zugespitzt und breit lanzettlich bis elliptisch sind.


Abb. 1 Blüten der Lunaria annua am Wegesrand im Marscheider Bach Tal, Wuppertal, 228 m, 51° 14' 42 N, 07° 14' 57 O, 27.05.2012 Abb. 2 Lunaria annua in einem Laubmischwald der Hildener Heide bei Düsseldorf, 90 m, 51° 11' 39 N, 06° 58' 11 O, 01.05.2015

Abb. 3 Lunaria annua in einem Laubmischwald der Hildener Heide bei Düsseldorf, 90 m, 51° 11' 39 N, 06° 58' 11 O, 01.05.2015 Abb. 4 Blüten der Lunaria annua, Hildener Heide bei Düsseldorf, 90 m, 51° 11' 39 N, 06° 58' 11 O, 01.05.2015

Abb. 5 Laubblatt der Lunaria annua, Hildener Heide bei Düsseldorf, 90 m, 51° 11' 39 N, 06° 58' 11 O, 01.05.2015 Abb. 6 Lunaria annua an einem Pferdehof der Hildener Heide bei Düsseldorf, 84 m, 51° 11' 33 N, 06° 58' 07 O, 01.05.2015

Abb. 7 Lunaria annua in einem Privatgarten in der Hildener Heide bei Düsseldorf, 01.05.2015 Abb. 8 Runde, noch unreife Schöttchen bei Lunaria annua am Wegesrand an einem Privatgarten, Wangerooge, 04.08.2013, 4 m, 53° 47' 29 N, 07° 53' 48 O

Abb. 9 Gleichzeitig treten Blüten und unreife Früchte der Lunaria annua auf, Wegesrand im Marscheider Bach Tal, Wuppertal, 228 m, 51° 14' 42 N, 07° 14' 57 O, 27.05.2012 Abb. 10 Silbrige, reife Schöttchen bei Lunaria annua, Schrebergartensiedlung auf Langeoog, 3 m, 53° 44' 23 N, 07° 28' 29 O

Abb. 11 Rundliche Schoten der Lunaria annua an einem Wegesrand im Arboretum Burgholz Wuppertal, 03.10.2016, 296 m, 51° 13' 35 N, 07° 08' 08 O

Der Gattungsname Lunaria L. existierte schon vorlinnäisch und ist lateinischen Ursprungs, lat. "lunaris" (= mondähnlich). Es bezieht sich auf die silbrig schimmernden Scheidewände der flachen Schötchen, die an den Mond erinnern. Das Epitheton annua stammt von lat. "annuus" (= einjährig), gleichwohl die Pflanzen meist zweijährig sind.

Das Einjährige Silberblatt ist ein dekorativer Sommerblüher für sonnige bis schattige Bereiche im Garten. Die Pflanzen sind zweijährig und säen sich zuverlässig wieder aus. Ideal sind lockere, offene Böden ohne Staunässe.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Lunaria annua. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/lunaria-annua.html am Tg.Mo.Jahr.

© Tropengarten

info@tropengarten.de