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Myrtus communis L.
Myrte, Myrtaceae - Myrtengewächse
Sommerblüher, VI–VIII(–X), 100–500 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Die Myrte ist ein immergrüner Exot, dessen Verbreitungsgebiet von den Kanarischen Inseln, über das Mittelmeergebiet bis nach Zentralasien reicht. Die Pflanzen besiedeln die Macchien, lichte Wälder und Strauchgesellschaften. Häufig wird die Art in warmen Regionen als Zierpflanze angebaut und ist vielerorts verwildert. Es sind kahle, aromatische Sträucher, an jungen Zweige manchmal behaart. Die Blätter sind gegenständig, gelegentlich zu 3, derb und ganzrandig, fast sitzend, zugespitzt eilanzettlich und durchscheinend drüsig punktiert. Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln, sind lang gestielt, bis 3 cm breit, mit 5 weißen Kronblättern und zahlreichen Staubblättern.Später bilden sich blauschwarze, bis 1 cm große Beeren mit erhalten gebliebenen Kelchzipfeln.

Myrtus communis hat einen wichtigen Platz in der antiken und mittelalterlichen Kultur als Symbol für Schönheit und Gesundheit. Zudem wird sie auch heute noch in der Küche verwendet und ist wichtiger Bestandteil verschiedener Gerichte und Alkoholika.



Abb. 1 Strauch der Myrtus communis an einem Wegesrand auf der Halbinsel Babin Kuk in Dubrovnik, Kroatien, 06.10.2015, 24 m, 42° 39' 42 N, 18° 04' 22 O Abb. 2 Blüte der Myrtus communis an einem Wegesrand auf der Halbinsel Babin Kuk in Dubrovnik, Kroatien, 06.10.2015, 24 m, 42° 39' 42 N, 18° 04' 22 O

Abb. 3 Im Herbst blühende Myrtus communis in einem Hotelgarten auf der Halbinsel Babin Kuk in Dubrovnik, Kroatien, 07.10.2015 Abb. 4 Strauch der Myrtus communis an einem Wegesrand im Pinus pinea-Wald der Coto de Donana, Südspanien, 15.10.2010, 34 m, 37° 03' 03 N, 06° 37' 26 W

Abb. 5 Noch unreife Früchte der Myrtus communis an einem Wegesrand im Pinus pinea-Wald der Coto de Donana, Südspanien, 15.10.2010, 34 m, 37° 03' 03 N, 06° 37' 26 W Abb. 6 Blüten der Myrtus communis. Wegesrand nahe Bunyola auf Mallorca, Spanien, 28.09.2007, 334 m, 39° 42' 28 N, 02° 42' 24 O, 43° 16' 55 N, 16° 37' 21 O

Abb. 7 Strauch der Myrtus communis mit reichlich reifen Beeren in den Hügeln von Peninha, nahe der Pedra Amarela, südlich von Sintra, Portugal, 22.10.2009, 382 m, 38° 45' 49 N, 09° 26' 16 W Abb. 8 Myrtus communis zusammen mit der Mandelrebe, Clematis flammula L., an einem Wegesrand nahe Bunyola auf Mallorca, Spanien, 02.10.2007, 334 m, 39° 42' 28 N, 02° 42' 24 O, 43° 16' 55 N, 16° 37' 21 O

Abb. 9 Reife Früchte von Myrtus communis an einem Wegesrand nahe Bunyola auf Mallorca, Spanien, 02.10.2007, 336 m, 39° 42' 27 N, 02° 42' 24 O, 43° 16' 55 N, 16° 37' 21 O

Der Gattungsnamen Myrtus L. wurde schon vorlinnäisch genutzt und könnte sich von gr. "myrron" (= wohlriechendes Öl, Parfüm) ableiten. Das Epitheton communis stammt von lat. "communis" (= gemein, gewöhnlich).

Myrtus communis ist nicht winterhart in Mitteleuropa, es gibt keine längerfristig erfolgreichen Anbauversuche ohne Schutzmaßnahmen. Die große, alte Pflanze im Freiland in Weinheim beispielsweise wird regelmäßig umbaut. Nichtsdestotrotz ist es eine prächtige Zimmerpflanze für den sonnigen Platz auf einer Fensterbank. Im Sommer kann sie die Terrasse dekorieren oder im Container abgesenkt werden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Schönfelder, I. & Schönfelder, P. 2002: Kosmos Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. – Kosmos-Verlag, Stuttgart, 303 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Myrtus communis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/myrtus-communis.html am Tg.Mo.Jahr.

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