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Ononis spinosa L.
  synonym: Ononis campestris Koch & Ziz
                 Ononis arvensis L.
Dornige Hauhechel, Fabaceae - Hülsenfrüchtler, Hülsenfruchtgewächse
Frühommerblüher, VI–VII, 40–60(–100) cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Dornige Hauhechel tritt in Mitteleuropa zerstreut bis verbreitet auf. Ihr Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch. Bevorzugt siedeln die Pflanzen auf Wiesen, Weiden, Rasen, an Säume und Ruderalstellen, gerne auf basen- oder kalkreichen Böden. Die Pflanzen bilden manchmal unterirdische Ausläufer. Die Stängel sind niederliegend bis aufrecht, behaart, mehr oder weniger verzweigt, mit oder ohne kräftige, hellbraune Dornen. Die Laubblätter sind 5–15 mm lang, wenig drüsig, 3-zählig und behaart. Die Blüten stehen einzeln, blattachselständig oder an den Zweigenden gehäuft mit meist ungeteilten, lanzettlichen Hochblättern. Die Krone ist rosa-weiß oder selten komplett weiß. Später bilden sich aufgeblasene, drüsig behaarte, bis 1 cm lange Hülsenfrüchte.

Ononis spinosa ist vielgestaltig und es sind einige infraspezifische Taxa und Abspaltungen etabliert worden. Oft handelt es sich um Standorttypen oder regionale Morphotypen mit nur geringen Merkmalsunterschieden. Morphologische Übergänge zur Art sensu strictu sind durch Hybridisierung häufig und oft kaum eindeutig zuordenbar.


Abb. 1 Blüte der Ononis spinosa an einem Wegesrand im Urfttal bei Urft-Steinfeld, Eifel, 10.10.2018, 428 m, 50° 30' 48 N, 06° 36' 30 O Abb. 2 Pflanze der Ononis spinosa in einer Wiese am Hafen auf Langeoog, 12.07.2015, 3 m, 53° 43' 39 N, 07° 29' 29 O

Abb. 3 Selten gibt es weiß blühende Ononis spinosa, Wiese im Westen auf Spiekeroog, 13.07.2015, 0 m, 53° 45' 55 N, 07° 40' 29 O Abb. 4 Sprossachse der Ononis spinosa mit Dornen, Wiese im Westen auf Spiekeroog, 13.07.2015, 0 m, 53° 45' 57 N, 07° 40' 28 O

Abb. 5 Massenbestand der Ononis spinosa in einer Weide am Hafen auf Langeoog, 16.07.2012, 2 m, 53° 43' 40 N, 07° 29' 25 O Abb. 6 Ononis spinosa an einem Ruderalstandort auf der Störtebekerstraße auf Langeoog, 16.07.2012, 1 m, 53° 43' 55 N, 07° 29' 06 O

Abb. 7 Bedornte Sprossachsen der Ononis spinosa an einem Rheinuferdeich bei Monheim, 16.07.2009, 39 m, 51° 05' 16 N, 06° 52' 36 O


Der Gattungsname Ononis L. stamm von gr. "onos" (= Esel), nach dem unangenehmen Geruch junger Laubblätter. Das Epitheton spinosa stammt von lat. "spinosus" (= dornig), nach den dornigen Sprossachsen.

Mit Ononis spinosa gibt es eine hübsche, einheimische Sommerstaude, die im Exotengarten durchaus einen Platz verdient.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Ononis spinosa. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/ononis-spinosa.html am Tg.Mo.Jahr.

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