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Reseda lutea L.
Gelbe Resede, Gelber Wau, Resedaceae - Resedengewächse
Frühlingblüher, 20–60 cm hoch, V–IX, (immer-)sommergrün, ein-, mehrjährig

Die Gelbe Resede ist in Mitteleuropa zerstreut bis verbreitet und siedelt gerne an Ruderalstandorten entlang von Wegen, auf Brauch- und Schuttflächen. Ursprünglich stammt die Art aus dem Mittelmeerraum bis Westasien und ist in Mitteleuropa schon vor 1.500 n. Chr. eingebürgert (Archäophyt). Die Pflanzen sind aufsteigend bis aufrecht und meist kompakt wachsend. Die Laubblätter sind unregelmäßig 1–2-fach fiederteilig oder 3-teilig mit langen, schmalen Abschnitten, am Rand meist wellig oder kraus. Die Blüten stehen in länglichen Trauben, haben hellgelbe Kronen. Kelche und Kronen sind 5–6-teilig. Später bilden sich 8–12 mm lange, aufrechte Fruchtkapseln.


Abb. 1 Pflanzen der Reseda lutea mit Frucht- und Blütenständen am Ufer des Rheins bei Düsseldorf-Volmerswerth, 20.09.2009, 31 m, 51° 11' 02 N, 06° 45' 40 O Abb. 2 Reseda lutea im Trockenrasen am Bollenberg, Elsass, Frankreich, 30.05.2018, 290 m, 47° 56' 25 N, 07° 15' 28 O

Abb. 3 Einzelpflanze der Reseda lutea mit aufsteigenden Blütentrieben am Ufer des Rheins bei Stürzelberg, 15.05.2010, 33 m, 51° 09' 31 N, 06° 50' 15 O Abb. 4 Traubiger Blütenstand der Reseda lutea im Weinbaugebiet des Badberg, Kaiserstuhl, 12.09.2015, 381 m, 48° 05' 59 N, 07° 41' 19 O

Abb. 5 Reseda lutea im Weinbaugebiet des Badberg, Kaiserstuhl, 12.09.2015, 381 m, 48° 05' 59 N, 07° 41' 19 O Abb. 6 Reseda lutea in den Weinbergen der Landskrone bei Heppingen im Ahrtal, 29.10.2016, 125 m, 50° 32' 55 N 07° 10' 12 O

Abb. 7 Fiederteilige Laubblätter von Reseda lutea in einer Wiese am Bahlinger Eck, Kaiserstuhl, 28.05.2018, 445 m, 48° 06' 33 N, 07° 41' 58 O Abb. 8 Reseda lutea auf der Dammböschung am Ufer des Rheins bei Düsseldorf-Hamm, 23.08.2009, 32 m, 51° 12' 02 N 06° 44' 06 O

Abb. 9 Blütenstände von Reseda lutea an einem Waldsaum auf der Rheinbrohler Ley, 23.06.2018, 189 m, 50° 29' 08 N, 07° 20' 26 O Abb. 10 Hübscher Bestand der Reseda lutea. Hier handelt es sich um eine Ausaat im Zuge der Renaturierung am Tippelsberg, Bochum, 150 m, 51° 30' 25 N, 07° 13' 37 O, 07.07.2017

Abb. 11 Aufrechte Früchte von Reseda lutea am Tippelsberg, Bochum, 150 m, 51° 30' 25 N, 07° 13' 37 O, 23.09.2017 Abb. 12 Blüten der Reseda lutea am Tippelsberg, Bochum, 150 m, 51° 30' 25 N, 07° 13' 37 O, 23.09.2017


Der Gattungsname Reseda L. leitet sich ab von lat. "resedare" (= lindern, stillen), nach der Heilwirkung der Pflanzen. Das Epitheton lutea stammt von lat. "luteus" (= gelb) und bezieht sich auf die Farbe der Blüten.

Für trockene, sonnige Stellen im Garten ist Reseda lutea sehr gut als Sommerblüher geeignet. Die Pflanzen bevorzugen neutrale bis kalkhaltige Böden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Reseda lutea. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/reseda-lutea.html am Tg.Mo.Jahr.

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