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Sanguisorba officinalis L.
Großer Wiesenknopf, Rosaceae - Rosengewächse
Sommerblüher, VI–IX, 30–150 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Große Wiesenknopf kommt in Mitteleuropa im Süden gemein bis zerstreut vor, während er im Norden zerstreut bis seltener wird und überwiegend als Stromtalpflanze auftritt. Ansonsten findet er sich in wechselfeuchten bis nassen Wiesen. Das Rhizom ist verholzend. Die Stängel sind rund bis kantig, aufsteigend, nach oben hin verzweigt und kahl. Die Grundblätter stehen in Rosetten, sind 20–40 cm lang, unpaarig gefiedert, mit 3–8 Paaren eiförmig elliptischer Fiedern. Stängelblätter sind regelmäßig verteilt, kleiner und mit weniger Fiedern, die rundlich eiförmig und gestielt sind. Die Blütenköpfe sind länglich eiförmig oder zylindrisch, 1–3 cm lang, mit dunkelroten bis braunroten, zwittrigen Blüten. Die Kelche sind 4-zipfelig. Je Blüte gibt es 4 Staubblätter und 1 Griffel.


Abb. 1 Gefiedertes Stängelblatt der Sanguisorba officinalis in den Rheinauen der Urdenbacher Kämpe, 06.11.2016, Düsseldorf, 35 m, 51° 08' 28 N, 06° 53' 02 O Abb. 2 Blütenköpfchen der Sanguisorba officinalis in den Rheinauen der Urdenbacher Kämpe, 06.11.2016, Düsseldorf, 35 m, 51° 08' 29 N, 06° 53' 10 O

Abb. 3 Gefiederte Laubblätter der Sanguisorba officinalis im Botanischen Garten Bonn, 07.09.2016

Der Gattungsname Sanguisorba L. leitet sich ab von lat. "sanguis" (= Blut) und lat. "sorbere" (= Flüssigkeiten aufnehmen), nach der arzneilichen Nutzung der Pflanzen als zusammenziehendes Mittel, wobei der Verweis auf das Blut aus der Signaturenlehre stammt, nach den blutroten Blütenköpfchen. Das Epitheton officinalis kommt von lat. "officina" (= Werkstatt), im Sinne von Apotheke, beziehungsweise Offizin, und ergibt sich aus der arzneilichen Nutzung der Pflanzen.

Sanguisorba officinalis wird häufiger als Gartenpflanze angebaut und eignet sich gut für warme, sonnige Standorte im Garten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Sanguisorba officinalis. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sanguisorba-officinalis.html am Tg.Mo.Jahr.

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