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Silene vulgaris (Moench) Garcke
  synonym: Behen vulgaris Moench
                 Cucubalus behen L.
                 Cucubalus latifolius Mill.
                 Cucubalus venosus Gilib.
                 Silene cucubalus Wibel
                 Silene inflata Sm.
                 Silene latifolia var. pubescens (DC.) Farw.
                 Silene venosa (Gilib.) Asch.
                 Silene wallichiana Klotzsch
Gewöhnliches Leimkraut, Taubenkropf-Leimkraut, Caryophyllaceae - Nelkengewächse
Sommerblüher, VI–IX, 10–60 cm hoch, sommer-, immergrün, mehrjährig

Das Gewöhnliche Leimkraut tritt in Mitteleuropa überwiegend verbreitet auf, im Nordwesten eher zerstreut bis selten. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-asiatisch. In Amerika und Australien ist die Art eingebürgert. Bevozugt siedeln die Pflanzen auf Halbtrockenrasen, in Schwermetallfluren, an Wegrändern und Ruderalstandorten. Die Pflanzen sind zwittrig oder eingeschlechtlich, mehrjährig, besitzen eine Rübenwurzel und können sich über Wurzelsprosse ausbreiten. Sie sind aufsteigend oder aufrecht wachsend, kahl bis leicht behaart, grün bis blaugrün, nicht klebrig und verzweigen sich in den oberen Bereichen. Die Laubblätter sind gegenständig, eiförmig lanzettlich, 1–13 cm lang, 0,3–2,5 cm breit und zugespitzt. Die Blütenstände sind ein- bis vielblütig und tragen Blüten ohne Nebenkrone. Die Einzelblüten haben einen aufgeblasenen, 14–20 mm langen und 20-nervigen Kelch. Die Kronblätter sind weiß, 15–25 mm lang und tief 2-spaltig. Später bilden sich Kapselfrüchte mit 6 Zähnen.


Abb. 1 Blütenstand von Silene vulgaris, Magerrasen im Totengrien bei Istein, 22.06.2019, 237 m, 47° 39' 22 N, 07° 32' 07 O Abb. 2 Bestand der Silene vulgaris im Trockenrasen auf dem Bollenberg, Elsass, 21.06.2019, 287 m, 47° 56' 27 N, 07° 15' 48 O

Abb. 3 Verzweigende Blütenstände von Silene vulgaris im Trockenrasen auf dem Bollenberg, Elsass, 21.06.2019, 287 m, 47° 56' 27 N, 07° 15' 48 O Abb. 4 Individuenreicher Bestand der Silene vulgaris in der Galmeiflur am Schlangenberg bei Aachen, 24.07.2011, 271 m, 50° 44' 22 N, 06° 14' 44 O

Abb. 5 Weibliche Blüte von Silene vulgaris, im subpannonischen Steppenrasen des NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 25.09.2020, 96 m, 49° 44' 54 N, 08° 35' 26 O Abb. 6 Gegenständige, blaugrüne Laubblätter von Silene vulgaris, subpannonischer Steppenrasen des NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 25.09.2020, 96 m, 49° 44' 54 N, 08° 35' 26 O


Der Gattungsname Silene L. soll der griechischen Mythologie entlehnt worden sein und zielt auf die Ähnlichkeit des fettbäuchigen Begleiters des Dionysos (Bacchus), Silen, mit den aufgeblasenen Kelchen der S. vulgaris (Moench) Garcke ab. Das Epitheton vulgaris stammt von lat. "vulgaris" (= allgemein bekannt, gewöhnlich).

Silene vulgaris ist eine hübsche Gartenstaude für den sonnigen Standort im Steingarten, Alpinum oder der Sukkulentenpflanzung.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Silene vulgaris. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/silene-vulgaris.html am Tg.Mo.Jahr.

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