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Vicia sepium L.
  synonym: Atossa sepium (L.) Alef.
                 Vicioides sepium (L.) Moench
Zaun-Wicke, Fabaceae - Hülsenfrüchtler, Hülsenfruchtgewächse
Hochsommerblüher, V–VIII, 30–60 cm lang, immergrün, mehrjährig

Die Zaun-Wicke tritt in Mitteleuropa überwiegend verbreitet bis gemein auf. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westasiatisch. In Amerika, Ostasien und Australien ist sie eingebürgert. Bevorzugt siedelt sie in Heckensäumen, Wiesen, Laubmischwäldern und an Ruderalstandorten entlang von Wegen. Es sind kletternde, lianenförmige, manchmal auch niederliegende Pflanzen. Die Pflanzen sind kahl. Alle Laubblätter sind 4–8-paarig gefiedert mit rundlichen bis länglich eiförmigen, bis 2,5 cm langen Fiederblättern und geteilter Ranke. Der Blütenstand ist eine 2–5-blütige, achselständige Traube, typischerweise mit trüb lilaferbener bis schmutzig violetter Krone. Später bilden sich Hülsen , anfangs kurzhaarig, später verkahlend.


Abb. 1 Mädesüß-Perlmuttfalter, Brenthis ino Rott., auf Vicia sepium in einer Wiese im Oberfeldbachtal, Remscheid, 10.06.2017, 285 m, 51° 10' 42 N, 07° 17' 05 O Abb. 2 Blüten der Vicia sepium an einem Wegesrand bei Schreverheide, Grenze von Wuppertal-Beyenburg und Remscheid, 28.06.2017, 333 m, 51° 12' 23 N, 07° 16' 01 O

Abb. 3 Gefiedertes Laubblatt von Vicia sepium mit der geteilten Ranke, Wegesrand bei Schreverheide, Grenze von Wuppertal-Beyenburg und Remscheid, 28.06.2017, 333 m, 51° 12' 23 N, 07° 16' 01 O Abb. 4 Schmutzig blau-lilafarbene Blüte der Vicia sepium an einem Wegesrand bei Ennepetal-Paddenöde, 25.06.2017, 340 m, 51° 16' 22 N, 07° 24' 35 O

Abb. 5 Lilafarbene Blüten von Vicia sepium an einem thermophilen Saum bei Ennepetal-Burg, 22.07.2017, 262 m, 51° 15' 31 N, 07° 25' 13 O Abb. 6 Obere Sprossachse von Vicia sepium mit geteilten Ranken; in den Rheinauen der Urdenbacher Kämpe, Düsseldorf, 09.08.2017, 39 m, 51° 08' 41 N 06° 52' 29 O

Abb. 7 Lilafarbene Blüten von Vicia sepium; in den Rheinauen der Urdenbacher Kämpe, Düsseldorf, 09.08.2017, 39 m, 51° 08' 41 N 06° 52' 29 O


Der Gattungsnamen Vicia L. wurde schon vorlinnäisch für diese und weitere Gattungen windender Pflanzen, nach der eytmologischen Wurzel lat. "vincire" (= winden), genutzt. Auch in anderen Sprachen existiert die selbe Wurzel: indogermanisch "ueik", althochdeutsch "wikcha". Das Epitheton sepium ist der Genitiv Plural von lat. "saepes" (= Zaun) und beschreibt die windenden Eigenschaften in Gebüschen.

Vicia sepium ist eine hübsche Staude für den naturnahen Garten an einem sonnigen Standort.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Vicia sepium. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/vicia-sepium.html am Tg.Mo.Jahr.

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