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Yucca filifera
Chabaud
   Nicht mehr gültiges Synonym: Yucca australis (Engelm.) Trel.
Fadentragende Palmlilie, Agavaceae - Agavengewächse
                            oder: Asparagaceae - Spargelgewächse
Frühlingblüher, I–III, 10–13 m hoch, immergrün, mehrjährig

Yucca filifera stammt aus den zentralmexikanischen Prärien und aridem Buschland in Höhen von 500–2.400 m, wo die Art ein wichtiger und dominanter Bestandteil der Baum- und Strauchschicht in der Chihuahua-Wüste ist. Die Pflanzen bilden aufrechte, reich verzweigte Stämme mit einem Durchmesser von bis zu 1,5 m. Ältere Exemplare können bis zu 30 Seitenäste und große, kandelaberartige Bäume bis 13 m Höhe bilden. An den Enden der Stämme befinden sich Schöpfe aus steifen, linear-lanzettlichen, bis 60 cm langen, grünen, mit reichlich spiralig gedrehten Fäden besetzten Blättern, die an der Basis eingeschnürt sind. Die Blattspitze ist stechend. Der Blütenstand ist hängend, oberhalb der Blätter, mehr oder weniger zylindrisch im Umriss, bis 1,5 m hoch, kahl oder leicht beflaumt. Die Blüten sind bis 52 mm groß, gestielt, mit weißen Perigonblättern. Die Früchte sind fleischige, längliche, hängende Beeren, bis 88 mm lang; zur Gattung Yucca.



Abb. 1 Yucca filifera in einem Privatgarten, die trotz Schutz im Winter heute nicht mehr existiert, 17.05.2003 Abb. 2 Yucca filifera im Jardin Botanico La Concepcion bei Malaga, Spanien, 05.10.2008

Abb. 3 Riesige Yucca filifera im Botanischen Garten der Insel Lokrum, Dubrovnik, Kroatien, 13.10.2015 Abb. 4 "Geschwollene" Stammbasis einer Yucca filifera im Gewächshaus des Gruga-Parks, Essen, 11.09.2005


Der Gattungsname Yucca L. existierte schon vor Linné und ist wahrscheinlich aus einer Altsprache der karibischen Insel Hispaniola entlehnt. Das span. "yuca" (= Maniok) stammt daher und wurde wohl auf die ebenso essbaren Blüten und Samen der Y. aloifolia L. übertragen. Das Art-Epitheton filifera setzt sich zusammen aus lat. "filum" (= faden) und lat. "-fer" (= -tragend), zu fadentragend, als Referenz auf die besonders bei jungen Laubblättern deutlich mit spiralig gedrehten Fäden besetzen Blattränder.<


Die Fadentragende Palmlilie gehört zu den größten Gattung und ist eine sehr dekorative, stammbildende Yucca mit guter, stabiler Stammbildung. Leider ist sie nicht winterhart in Mitteleuropa und nur fürs Gewächshaus geeignet.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Irish, G. & Irish, M. 2000: Agaves, Yuccas, an Related Plants. A Gardener's Guide. – Timber Press, Portland, Oregon,  312 S.
Thiede, J. 2001: Yucca. In: Eggli., U: Illustrated Handbook of Succulent Plants: Monocotyledons. – Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, 87–102.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Yucca filifera. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/yucca-filifera.html am Tg.Mo.Jahr.

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