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Ziziphus spina-christi (L.) Desf.
  synonym: Rhamnus spina-christi L.
Syrischer Christusdorn, Rhamnaceae - Kreuzdorngewächse
Frühsommerblüher, V–VII, 3–8 m hoch, immergrün, mehrjährig

Der Syrische Christusdorn stammt aus Nordafrika bis Indien, wo die Pflanzen in Trockengebieten wie Wüsten, Halbwüsten, Steppen, Wäldern und Strauchgesellschaften wachsen.

Es sind immergrüne Sträucher oder kleine Bäume mit breiter, eher ausladender Krone und oft krummen, gedrehten Stämmen. Die Borke ist grau-braun und schilfert in unregelmäßigen, polygonalen Platten ab. Die Zweige sind grau-weiß, kahl oder flaumig behaart, meist bedornt, selten unbewehrt. Die Dornen sind umgebildete Nebenblätter, die eine gerade und etwa 2 cm, die andere zurück gebogen und 5–8 mm lang. Die Laubblätter weisen einen 3–12 mm langen, kahlen oder flaumig behaarten Stiel auf; sie sind wechselständig, eiförmig-elliptisch oder fast rund, 2–6 cm lang, 1–4 cm breit, grün, 3-nervig, gesägt oder gekerbt, oberseits kahl, unterseits kahl oder flaumhaarig. Die Blütenstände sind wenigblütige, achselständige Trugdolen mit wollig behaartem, 3–5 mm langem Blütenstandsstiel. Die Einzelblüten sind gelblich-grün, 5-zählig mit eiförmigen, flaumig behaarten Kelchblättern, spatelförmigen Kronblättern und einem runden, 10-lappigen Diskus (scheibenförmiges Nektarium). Später bilden sich ovale bis kugelige, 1–2,7 cm lange, hellgelbe bis rötlich-braune Steinfrüchte mit jeweils 1 kugeligen, 8–9,5 mm im Durchmesser großen Steinkern.


Abb. 1 Laubblätter, Dornen und Frucht von Ziziphus spina-christi in einem Wadi in Nord-Oman, 24.02.2007, 367 m, 24° 47' 24 N, 55° 56' 31O Abb. 2 Strauch von Ziziphus spina-christi in einem Wadi in Nord-Oman, 24.02.2007, 367 m, 24° 47' 24 N, 55° 56' 31O


Abb. 3 Strauch der Ziziphus spina-christi in einem Wadi in Nord-Oman, 24.02.2007, 377 m, 24° 47' 31 N, 55° 56' 12 O Abb. 4 Die Echte Dattelplame, Phoenix dactylifera L., zusammen mit Ziziphus spina-christi am Naturstandort im Wadi Alqahfi, Oman, 24.02.2007, 604 m, 24° 37' 50 N 56° 04' 47 O


Wahrscheinlich geht der Gattungsname Ziziphus Mill. auf gr. "ziziphon" (= Jujube) zurück, dessen etymologische Wurzel ungeklärt bleibt. Das Epitheton spina-christi stammt von lat. "spina" (= Dorn), nach den bewehrten Sprossachsen.

Für einen Anbau in Mitteleuropa eignet sich Ziziphus spina-christi nicht, da sie nur geringe Fröste aushält. Alternativ können die Jujube, Ziziphus jujuba Mill., oder der Christusdorn, Paliurus spina-christi Mill., für eine Freilandkuktur gewählt werden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2021: Ziziphus spina-christi. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/spina-christi.html am Tg.Mo.Jahr.

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