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Anemone ranunculoides L.
Gelbes Windröschen, Ranunculaceae - Hahnenfußgewächse
Beginn Erstfrühlingblüher, II–V, 10–30 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Das Gelbe Wundröschen ist in Mitteleuropa mäßig häufig und besiedelt gerne Hartholzauenwälder, nährstoffreiche Buchenwälder, Lindenmischwälder auf Schuttlagen oder Eichen-Hainbuchenwälder. Fast regelmäßig tritt es gemeinsam mit dem Busch-Windröschen, Anemone nemorosa L., auf (syntope Gesellschaft), ist aber deutlich seltener als die weiße Verwandte, da A. ranunculoides anspruchsvoller ist. Beispielsweise tritt es nur sehr wenig an offenen Standorten wie Wiesen auf; es gibt aber auch Ausnahmen wie der etwas größere Bestand am Wupperufer in Opladen.

Zur Blütezeit, wenn die Laubschicht der Bäume noch fehlt, sind bei Anemone ranunculoides die grundständigen Blätter noch nicht gebildet. Drei Stengelblätter sitzen als Hochblattquirl unterhalb der Blüten, die meist zu 2 pro Stängel erscheinen. Das Perigon hat 5(–6) Blütenblätter (Perigon deshalb, weil sich Kelch- und Kronblätter nicht unterscheiden lassen).


Abb. 1 Anemone ranunculoides in einem Hartholzauenwald des Lahntals bei Runkel, 134 m, 50° 24' 50 N, 08° 08' 54 O Abb. 2 Die drei Hochblätter der Anemone ranunculoides wie Abb. 1, Lahntal, Runkel, 134 m, 50° 24' 50 N, 08° 08' 54 O

Abb. 3 Blüte der Anemone ranunculoides mit sechs Perigonblättern, wie Abb. 1, Lahntal, Runkel, 134 m, 50° 24' 50 N, 08° 08' 54 O Abb. 4 Blüte der Anemone ranunculoides in einem Buchenwald, Wupperaue, Leverkusen, 05.04.2014, 62 m, 51° 04' 57 N, 07° 00' 24 O

Abb. 5 Blüte der Anemone ranunculoides in einem Buchenwald, Wupperaue, Leverkusen-Opladen, 05.04.2014, 61 m, 51° 04' 58 N, 07° 00' 24 O Abb. 6 Etwas größerer Bestand der Anemone ranunculoides in der Wupperaue, Leverkusen-Opladen, 05.04.2014, 60 m, 51° 05'  01 N, 07° 00' 27 O

Abb. 7 Geschlossene Blüten der Anemone ranunculoides nach einem Schneeschauer in einem Buchenwald am Freeden, Bad Iburg, Niedersachsen, 13.03.2015, 292 m, 52° 09' 33 N, 08° 05' 30 O Abb. 8 Blüten der Anemone ranunculoides in der basenreichen Aue des Angertals bei Ratingen, 09.04.2916, 84 m, 50° 19' 01 N, 06° 54' 40 O

Abb. 9 Blühende Pflanzen der Anemone ranunculoides in der basenreichen Aue des Angertals bei Ratingen, 09.04.2916, 84 m, 50° 19' 01 N, 06° 54' 40 O Abb. 10 Anemone ranunculoides zusammen mit dem Hohen Lerchenspron, Corydalis cava (L.) Schweigg. & Körte, am Angerbach bei Ratingen, 09.04.2916, 84 m, 50° 19' 01 N, 06° 54' 40 O


Die Abgrenzung der Anemone ranunculoides von den anderen Arten der Gattung ist einfach, da sie die einzige mit gelben Blüten ist.

Der Gattungsname Anemone L. leitet sich von gr. "anemos" (= Wind) ab. Das Art-Epitheton ranunculoides beschreibt die Ähnlichkeit mit Arten der Gattung der Hahnenfüße, Ranunculus L.

Im Garten findet Anemone ranunculoides sicherlich ein passendes Plätzchen. Als Unterwuchs oder in Kombination mit Stauden bringt sie als frühblühende Pflanze zeitig Farbe in den Garten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Anemone ranunculoides. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/anemone-ranunculoides.html am Tg.Mo.Jahr.

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