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Anemone ranunculoides L.
  synonym: Anemonanthea ranunculoides (L.) Gray
                 Anemone nemorosa ssp. ranunculoides (L.) Ces.
                 Anemonoides ranunculoides Holub
Gelbes Windröschen, Ranunculaceae - Hahnenfußgewächse
Beginn Erstfrühlingblüher, II–V, 10–30 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Das Gelbe Wundröschen tritt in Mitteleuropa verbreitet bis zerstreut auf, im Nordwesten ist es selten oder fehlt ganz. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Bevorzugt siedelt es Auwäldern, Laubmischwäldern und gelegentlich auf Wiesen. Fast regelmäßig tritt es gemeinsam mit dem Busch-Windröschen, Anemone nemorosa L., auf (syntope Gesellschaft), ist aber deutlich seltener als die weiße Verwandte, da A. ranunculoides anspruchsvoller ist.

Zur Blütezeit, wenn die Laubschicht der Bäume noch fehlt, sind bei Anemone ranunculoides die grundständigen Blätter noch nicht gebildet. 3 Stengelblätter sitzen jeweils als Hochblattquirl unterhalb der Blüten, die meist zu 2 pro Stängel erscheinen. Wie die später sich bildenden Grundblätter sind die Hochblätter 3-teilig und eingeschnitten gezähnt. Das Perigon hat 5(–6) Blütenblätter (Perigon deshalb, weil sich Kelch- und Kronblätter nicht unterscheiden lassen), ist gelb und außen kaum sichtbar behaart.


Abb. 1 Anemone ranunculoides in einem Hartholzauenwald des Lahntals bei Runkel, 134 m, 50° 24' 50 N, 08° 08' 54 O Abb. 2 Anemone ranunculoides in einem basenreichen Laubmischwald am Nordhang des Teichbergs bei Wolfsthal, Niederösterrreich, 03.04.2017, 189 m, 48° 07' 47 N, 16° 59' 48 O

Abb. 3 Blüte der Anemone ranunculoides mit sechs Perigonblättern, wie Abb. 1, Lahntal, Runkel, 134 m, 50° 24' 50 N, 08° 08' 54 O Abb. 4 Blüte der Anemone ranunculoides in einem Buchenwald, Wupperaue, Leverkusen, 05.04.2014, 62 m, 51° 04' 57 N, 07° 00' 24 O

Abb. 5 Anemone ranunculoides zusammen mit dem Hohlen Lerchensporn, Corydalis cava (L.) Schweigg. & Körte; Laubmischwald am Nordhang des Teichbergs bei Wolfsthal, Niederösterrreich, 03.04.2017, 189 m, 48° 07' 47 N, 16° 59' 48 O Abb. 6 Etwas größerer Bestand der Anemone ranunculoides in der Wupperaue, Leverkusen-Opladen, 05.04.2014, 60 m, 51° 05'  01 N, 07° 00' 27 O

Abb. 7 Geschlossene Blüten der Anemone ranunculoides nach einem Schneeschauer in einem Buchenwald am Freeden, Bad Iburg, Niedersachsen, 13.03.2015, 292 m, 52° 09' 33 N, 08° 05' 30 O Abb. 8 Blüten der Anemone ranunculoides in der basenreichen Aue des Angertals bei Ratingen, 09.04.2916, 84 m, 50° 19' 01 N, 06° 54' 40 O

Abb. 9 Blühende Pflanzen der Anemone ranunculoides in der basenreichen Aue des Angertals bei Ratingen, 09.04.2916, 84 m, 50° 19' 01 N, 06° 54' 40 O Abb. 10 Anemone ranunculoides zusammen mit dem Hohen Lerchenspron, Corydalis cava (L.) Schweigg. & Körte, am Angerbach bei Ratingen, 09.04.2916, 84 m, 50° 19' 01 N, 06° 54' 40 O

Abb. 11 Die gelben Perigone von Anemone ranunculoides sind kaum sichtbar behaart. Auwald im Neandertal bei Hochdahl, 01.04.2017, 117 m, 51° 13' 19 N, 06° 59' 32 O Abb. 12 Bestand der Anemone ranunculoides zusammen mit Anemone nemorosa in einem Auwald im Neandertal bei Hochdahl, 01.04.2017, 117 m, 51° 13' 19 N, 06° 59' 32 O


Die Abgrenzung der Anemone ranunculoides von den anderen Arten der Gattung ist einfach, da sie die einzige mit gelben Blüten ist.

Der Gattungsname Anemone L. leitet sich von gr. "anemos" (= Wind) ab. Das Art-Epitheton ranunculoides beschreibt die Ähnlichkeit mit Arten der Gattung der Hahnenfüße, Ranunculus L., und gr. "-oeides" (= -ähnlich).

Im Garten findet Anemone ranunculoides sicherlich ein passendes Plätzchen. Als Unterwuchs oder in Kombination mit Stauden bringt sie als frühblühende Pflanze zeitig Farbe in den Garten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Anemone ranunculoides. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/anemone-ranunculoides.html am Tg.Mo.Jahr.

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