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Centaurea stoebe L.
Gefleckte Flockenblume, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Ende Vollfrühling bis Sommerblüher, V–VIII, 15–60 cm hoch, immergrün, zwei-, mehrjährig

Die Gefleckte Flockenblume tritt im Osten Mitteleuropas verbreitet, ansonsten eher selten bis zerstreut auf. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-westsibirisch. Bevorzugt werden Halbtrockenrasen, Felsfluren und Ruderalstandorte besiedelt. Die Pflanzen werden innerhalb der teilweise schwierigen Gattung Centaurea L. und besonders des Sippenkomplexes der C. stoebe s. l. nicht einheitlich betrachtet. Die Pflanzen bilden eine Pfahlwurzel. Die Stängel sind behaart und mehr oder weniger locker verzweigt. Die Laubblätter sind graufilzig, fiederschnittig bis fiederteilig mit linealischen Abschnitten, obere manchmal einfach. Der Gesamtblütenstand ist eine Rispe. Die Blütenhülle (das rundlich eiförmige Organ unterhalb der Krone) ist eiförmig, innerhalb der Gattung eher klein mit 5–11 mm im Durchmesser. Die Hüllblätter sind 5-nervig, mit braunen bis schwärzlichen Anhängseln.

Abb. 1 Gesamtblütenstand der Centaurea stoebe an einem thermophilen Strauchsaum am Bollenberg, Elsass, 21.06.2019, 273 m, 47° 56' 21 N, 07° 15' 33 O Abb. 2 Blütenkörbchen der Centaurea stoebe an einem thermophilen Strauchsaum am Bollenberg, Elsass, 21.06.2019, 273 m, 47° 56' 21 N, 07° 15' 33 O

Abb. 3 Typisch reich verzweigte Pflanze der Centaurea stoebe auf einem Trockenrasen am Strangenberg, Westhalten, Elsass, 21.06.2019, 379 m, 47° 57' 45 N, 07° 16' 11 O Abb. 4 Graufilziger Stängel und fiederschnittige Laubblätter von Centaurea stoebe, Trockenrasen am Strangenberg, Westhalten, Elsass, 21.06.2019, 379 m, 47° 57' 45 N, 07° 16' 11 O

Abb. 5 Blütenhülle der Centaurea stoebe mit 5-nervigen Hüllblättern, thermophiler Strauchsaum am Bollenberg, Elsass, 21.06.2019, 273 m, 47° 56' 21 N, 07° 15' 33 O


Der Gattungsname Centaurea leitet sich ab von gr. "Kentaureios" (= Kentauren, pferdegestaltige, heilkundige Bergbewohner), was auf den arzneilichen Gebrauch der Gattung hinweist und die selbe etymologische Wurzel wie die Gattung der Tausendgüldenkräuter, Centaurium Hill., hat. Die Etymologie des Epitheton stoebe stammt von gr. "stoebe" (= Pflanze, die zum Stopfen oder Polstern genutzt wurde), wahrscheinlich nach den filzigen Laubblättern.

Gefleckte Flockenblume sind dekorative Stauden mit attraktiven, farbenfrohen Blüten und werden schon lange in den Gärten kultiviert. Passende Standorte sind Steingärten, Staudenbeete, Wildblumenwiesen oder auch Yuccaarrangements. Die Pflanzen sollten sonnig und offen stehen, ideal ist ein basenhaltiger Boden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2020: Centaurea stoebe. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/centaurea-stoebe.html am Tg.Mo.Jahr.

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