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Cytisus scoparius
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Besenginster, Fabaceae - Hülsenfrüchtler
Frühsommerblüher, V–VI, sommergrün, mehrjährig, 50–200 cm

Der Besenginster kommt in fast ganz Mitteleuropa vor und besiedelt gerne Eichen-Hainbuchenwälder, Waldlichtungen, Wegböschungen oder anderen bodensaure Brachstellen, gerne mit frischen Böden. Cystisus scoparius ist Charakterart der Besenginsterheiden; diese ist gekennzeichnet als artenarme Magerrasen-Gesellschaft mit Dominanz des C. scoparius als Folge der Bewirtschaftung, zumeist als Weide.

Abb. 1 Unreife Früchte des Cytisus scoparius mit deutlicher Behaarung, Arboretum Burgholz, Wuppertal 180 m, 51° 12' 29 N, 07° 06' 31 O Abb. 2 Die Blüte des Cytisus scoparius wird bis 2,5 cm groß. Bausenberg, Niederzissen, 10.09.2014, 275 m, 50° 27' 57 N, 07° 13' 36 O

Abb. 3 Bestand von Cytisus scoparius in einer Besenginsterheide mit Pferdeweidung, Sulzbachtal, Schwarzwald, 754 m, 48° 15' 38 N, 08° 18' 56 O Abb. 4 Die jungen rutenförmigen Zweige des Cytisus scoparius sind kahl oder nur wenig behaart und 5-kantig. Bausenberg, Niederzissen, 10.09.2014, 275 m, 50° 27' 57 N, 07° 13' 36 O

Abb. 5 Exemplar des Cytisus scoparius auf einer Düne auf Langeoog, 6 m, 53° 45' 01 N, 07° 28' 39 O Abb. 6 Blühender Strauch des Cytisus scoparius in einem Adlerfarn-Bestand im Leuchter Wald zwischen Issum und Alpen, 57 m, 51° 32' 41 N 06° 30' 02 O


Die jungen, aufrechten, rutenförmigen Zweige des Cytisus scoparius sind 5-kantig und tragen meist im Frühjahr dreiteilige Blätter mit Stiel oder einteilige Blätter ohne Stiel (sitzend). Während der Blütezeit, von Mai bis Juni, erscheinen in den Achseln der Stengelblätter meist 1–2 goldgelbe, 20–25 mm große Blüten. Die Hülsenfrüchte erscheinen ab Sommer, sind meist dicht behaart, bis zu 6 cm lang und werden zur Reife hin schwarz. Viele Jahrzehnte bleiben die Samen keimfähig und können bei idealen Bedingungen (beispielsweise Kahlschlag) keimen.

Cytisus scoparius wird zwar als Besenginster bezeichnet, gehört nach gegewärtiger Auffassung aber nicht mehr zur Gattung Genista L., sondern zum Geißklee (Cytisus L.). Beides sind ähnliche Gattungen mit vielen gemeinsamen Merkmalen und bilden zusammen mit einigen anderen ähnlichen Gattungen die Tribus Genisteae. Aus dem Griechischen stammt das Epitheton scoparius, gr. "skoupa" (= Besen), was Ausdruck für die frühere Verwendung der langen Ruten als Besen ist.

Abb. 7 Fruchtbildung von Cytisus scoparius, wie Abb. 3 Arboretum Burgholz, Wuppertal, 180 m, 51° 12' 29 N, 07° 06' 31 O Abb. 8 Blüten von Cytisus scoparius, Lauterbach, Schwarzwald, 777 m, 48° 14' 08 N, 08° 18' 53 O

Abb. 9 Blühender Bestand Cytisus scoparius auf einer Waldlichtung, Eicherscheid, Rur-Tal, 485 m, 50° 33' 57 N, 06° 18' 06 O Abb. 10 Blühender Cytisus scoparius in reinem Calluna vulgaris-Bestand, Nationalpark De Meinweg, Niederlande, 59 m, 51° 10' 14 N, 06° 07' 04 O

Abb. 11 Cytisus scoparius auf einer Lichtung in einem Wald bei Lorsch, 13.03.2015, 98 m, 49° 38' 44 N, 08° 32' 56 O Abb. 12 Borke älterer Zweige des Cytisus scoparius. Bausenberg, Niederzissen, 10.09.2014, 275 m, 50° 27' 57 N, 07° 13' 36 O

Im Garten mag Cytisus scoparius einen sonnigen und warmen Standort auf kalkfreien Böden. Es gibt unterschiedliche Kultursorten mit verschiedenen Blühfarben oder Wuchsformen. Leider sind die Pflanzen nicht sehr langlebig. Leichter Schnitt und das Einbringen der Samen in offenen Boden können die Lebensdauer verlängern, beziehungsweise den Gartenbestand gewährleisten.

Referenzen
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2015: Cytisus scoparius. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/cytisus-scoparius.html am Tg.Mo.Jahr.

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