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Lythrum salicaria L.
Blut-Weiderich, Lythraceae - Weiderichgewächse
Hochsommerblüher, 30–200, VI–IX, sommergrün, mehrjährig

Aufrechte, bis zu 200 cm große Staude, die gewässernahe Standorte bevorzugt. Der Blut-Weiderich kommt in ganz Deutschland vor, bevorzugt an langsam fließenden Gräben, stehenden Gewässern oder Uferfluren. Auch Feucht- und Nasswiesen sind typische Fundstellen, ebenso die großen Flüsse. Zwar ist der Blut-Weiderich auf nasse Standorte spezialisiert, kommt aber nicht nur dort vor, sondern auch auf trockeneren Wiesen, an Straßenrändern oder selbst in einigen relativ trockenen Dünenstandorten der Inseln.

Abb. 1 Lythrum salicaria am Übergang der Graudünen-Grasflur zur oberen Salzwiese am Ostende auf Langeoog, 0 m, 53° 44' 56 N, 07° 37' 22 O, 02.08.2010 Abb. 2 Lythrum salicaria im Kiesbett des Rheinufers am Grind, gegenüber von Düsseldorf-Benrath, 31 m, 51° 09' 32 N, 06° 50' 13 O

Abb. 3 Lythrum salicaria im Sandbett des Rheinufers am Grind, nahe Abb. 2, 35 m, 51° 09' 27 N, 06° 50' 03 O Abb. 4 Größerer Bestand von Lythrum salicaria in einer Feuchtwiese bei Lathen in der Niederterasse der Ems, 7 m, 52° 52' 02 N, 07° 18' 50 O

Abb. 5 Gegenständige Blätter von Lythrum salicaria  nach unten hin, vierkantiger Stängel, Grind wie Abb. 3, 31 m, 51° 09' 32 N, 06° 50' 13 O Abb. 6 Wechselständige Blätter, zum Teil Hochblätter, von Lythrum salicaria, Privatgarten


Seinen deutschen und lateinischen Namen hat der Blut-Weiderich wahrscheinlich von der Farbe der Blüten (das griechische "lythron" heißt nach Julius Pollux "Saft der Purpurschnecke") und den weidenartigen (Salix) Blättern. Dass die frühere Anwendung des Blut-Weiderichs zur Blutstillung bei der Namensgebung eine Rolle spielte, ist auch möglich, da die Pflanze schon im Altertum als Heilpflanze genutzt wurde. Die Lateinisierung von gr. "lythron" zu lat. "lythrum" erfolgte durch Linné.

Lythrum salicaria ist eine gut identifizierbare, sommergrüne Staude mit kräftigen, purpurroten Blüten. Die Stängel sind vier- bis achtkantig, die Blätter stehen gegenständig oder in Dreiergruppen, ähneln der Weide. Nach oben hin stehen die Blätter wechselständig. Auffällig ist der dichte Blütenstand aus mehr als hundert Einzelblüten, die in eng aufeinander folgenden Quirlen stehen und sechs Kronblätter sowie einen typischen, röhrenförmigen Achsenbecher aufweisen. '

Abb. 7 Blütenstand von Lythrum salicaria, Zonser Grind, wie Abb. 3 und 5, 31 m, 51° 09' 32 N, 06° 50' 13 O Abb. 8 Lythrum salicaria als Zierpflanze im öffentlichen Bereich, Wuppertal-Kemna, 185 m, 51° 09' 27 N, 06° 50' 03 O

Abb. 9 Lythrum salicaria als Zierpflanze in einem Privatgarten auf Langeoog Abb. 10 Lythrum salicaria am Rhein-Altarm, Urdenbacher Kämpe, Düsseldorf, 25.08.2013, 40 m, 51° 08' 40 N 06° 52' 25 O

Abb. 11 Lythrum salicaria an einem Atarm des Rheins in der Urdenbacher Kämpe, Düsseldorf, 25.08.2013, 40 m, 51° 08' 40 N 06° 52' 25 O Abb. 12 Lythrum salicaria, Urdenbacher Kämpe, Düsseldorf, 25.08.2013, 40 m, 51° 08' 40 N 06° 52' 25 O


Lythrum salicaria ist eine dekorative Gartenstaude, die mindestens seit dem Mittelalter in deutschen Gärten kultiviert wird. Sie ist vollständig winterhart und findet ihren Platz im Staudengarten, dem Kräuterbeet oder als Sommerdekoration für den Exotengarten.

Referenzen
Genaust, H.2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Lythrum salicaria. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/lythrum-salicaria.html am Tg.Mo.Jahr.

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