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Malva neglecta Wallr.
Weg-Malve, Käsepappel, Malvaceae - Malvengewächse
Sommerblüher, VI–X, 15–50 cm, sommergrün, ein-, mehrjährig, kurzlebig

Die Weg-Malve ist in Mitteleuropa gemein bis verbreitet und besiedelt stickstoffreiche Ruderalstandorte an Wegrändern, Feldern, gestörten Plätzen und Gärten. Es sind niederliegende Pflanzen, manchal aufsteigend, mit 5–7-teiligen, im Umriss runden Laubblättern, die bis 1/4 gelappt sind. Die Blüten stehen zu 1–6 in den Blattachseln, sind lang gestielt, haben 5–12 mm lange, rosa bis weiße Kronblätter, die etwa 2 mal so lang wie der Kelch. Die Teilfrüchte sind glatt und an den Kanten abgerundet.

Ähnlich sind die Moschus-Malve, Malva moschata L., und die Rosen-Malve, Malva alcea L., die beide deutlich farbenfrohere Blüten haben. Bei M. alcea stehen die unteren und mittleren Blüten einzeln in den Blattachseln. Malva moschata duftet leicht. Die Laubblätter beider Malven sind deutlich bis zum Grunde fiederteilig. Die Samen der Rosen-Malve sind kahl und an den Seiten quer-runzelig, während jene der Moschus-Malve am Rücken dicht behaart und an den Seiten nicht quer-runzelig sind.

Abb. 1 Malva neglecta mit hellrosa Blüte, auf einer Wiese am Schwimmbad auf Langeoog, 04.08.2010, 6 m, 53° 45' 00 N, 07° 28' 41 O Abb. 2 Niederliegend bis aufsteigend wachsende Malva neglecta an einem Wegesrand im Städtchen auf Langeoog, 02.08.2010, 5 m, 53° 45' 04 N, 07° 28' 37 O

Abb. 3 Malva neglecta mit ihren gelappten, im Umriss rundlichen Laubblättern, am Schwimmbad auf Langeoog, 15.08.2011, 6 m, 53° 44' 59 N, 07° 28' 42 O

Der Gattungsname Malva L. stammt von gr. "malache" (= Malve) und bezog sich auf die als Wildgemüse genutzte Art M. neglecta Wallr., die Weg-Malve. Das Benennungsmotiv bleibt unklar. Das Epitheton neglecta leitet sich ab von lat. "neglectus" (= unbeachtet) und wird für Taxone verwendet, die vorher taxonomisch übersehen wurden oder für unauffällige Pflanzensippen, da die Weg-Malve im Vergleich zu anderen Arten der Gattung eher weniger auffällige Blüten besitzt. Der deutsche Name Käsepappel erschließt sich aus der Nutzung der Samen als Nahrung, da diese einen nussig-käseartigen Geschmack haben.

Als Gartenpflanze eignet sich Malva neglecta für den naturnahen Garten. Zudem können die Pflanzen in dosierten Mengen als gustatorische Beilage genutzt werden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Malva neglecta. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/malva-neglecta.html am Tg.Mo.Jahr.

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