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Pulsatilla vulgaris Mill.
Gewöhnliche Kuhschelle, Gewöhnliche Küchenschelle, Ranunculaceae - Hahnenfußgewächse
Beginn Erstfrühlingblüher, III–V, 05–50 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Gewöhnliche Kuhschelle ist in Mitteleuropa selten und tritt zerstreut auf. Sie siedelt in Kiefern-Trockenwäldern, Geröllfluren auf Kalkstein und kalkhaltigen Trocken- und Halbtrockenrasen. Die Pflanzen haben doppelt gefiederte grundständige Blätter und ein Hochblattwirtel unterhalb der Blüte mit deutlich silbriger Behaarung. Die Blütenhüllblätter sind rotviolett und ebenfalls mit silbrigen Haaren bedeckt. Die Früchte sind kleine Nüsschen mit einem Federschweif. Sie bilden einen prächtigen, runden haarschopfähnlichen Fruchtstand.


Abb. 1 Blühende Pflanze der Pulsatilla vulgaris mit offenen und geschlossenen Blüten auf dem Badberg am Kaiserstuhl, 31.03.2016, 386 m, 48° 05' 52 N, 07° 41' 02 O Abb. 2 Fruchtstand von Pulsatilla vulgaris, Sandberg bei Weyer, Eifel, 28.05.2014, 469 m, 50° 31' 32 N, 06° 39' 11 O

Abb. 3 Blüte der Pulsatilla vulgaris, Kaiserstuhl, Arboretum Liliental, 07.04.2015, 331 m, 48° 04' 17 N, 07° 40' 38 O Abb. 4 Blühende Pflanze der Pulsatilla vulgaris mit geschlossenen Blüten, Kaiserstuhl, Arboretum Liliental, 07.04.2015, 331 m, 48° 04' 17 N, 07° 40' 38 O

Abb. 5 Fruchtende Pflanze der Pulsatilla vulgaris, Kaiserstuhl, Arboretum Liliental, 23.04.2014, 331 m, 48° 04' 17 N, 07° 40' 38 O Abb. 6 Fruchtstand von Pulsatilla vulgaris mit Fahnenschweif tragenden Nüsschen, Kaiserstuhl, Arboretum Liliental, 23.04.2014, 331 m, 48° 04' 17 N, 07° 40' 38 O

Abb. 7 Pulsatilla vulgaris im Trockenrasen auf dem Badberg am Kaiserstuhl, 31.03.2016, 406 m, 48° 05' 50 N, 07° 40' 56 O Abb. 8 Geöffnete Blüte von Pulsatilla vulgaris auf dem Badberg am Kaiserstuhl, 31.03.2016, 406 m, 48° 05' 50 N, 07° 40' 56 O

Der Gattungsname Pulsatilla Mill. leitet sich ab von lat. "pulsatus" (= Schlag, Stoß) im Sinne von Glockenschlag, was ein Bezug auf die bei einigen Arten im Wind glockenförmig überhängenden und im Wind hin- und herschwankenden Arten. Das Epitheton vulgaris stammt von lat. "vulgaris" (= allgemein bekannt, gewöhnlich).

Im Garten wird die Gewöhnliche Kuhschelle schon lange kultiviert, sei es als Zierstaude oder als Medizinalpflanze. Für einen Anbau ist ein sonniger, relativ trockener, kalkhaltiger Standort notwendig. Es gibt weiß oder rosa blühende Sorten.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Pulsatilla vulgaris. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/pulsatilla-vulgaris.html am Tg.Mo.Jahr.

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