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Eryngium campestre L.
Feld-Mannstreu, Apiaceae (= Umbelliferae) - Doldenblütler
Hochsommerblüher, VII–X, 30–80(–100) cm hoch, mehrjährig, immergrün

Das Feld-Mannstreu tritt in Mitteleuropa zerstreut auf, ist eher selten und findet sich bevorzugt in den großen Stromtälern von Elbe, Main und Rhein. Es siedelt gerne auf Mager- oder Flutrasen, kalkhaltigen, warmen Standorten, Trocken- und Halbtrockenrasen. Das Verbreitungsgebiet reicht vom Mittelmeerraum bis nach Asien. Es sind typische Steppenroller; die Pflanzen brechen an einer Sollbruchstelle bei starkem Wind ab und werden über die Ebene verweht, wobei sie die Samen aud den Fruchtköpfen verteilen. Die Pflanzen sind tief wurzelnd, sparrig verzweigt, graugrün oder weißlich mit derben, 3-zähligen, doppelt fiederspaltigen und dornig gezähnten Laubblättern. Die Blütenstände bestehen aus zahlreichen, fast kugeligen oder walzenartigen Dolden. Sie besitzen lineal-lanzettliche Hochblätter, die weit voneinander abstehen. Die Blütenkronen sind weiß oder graugrün.

Abb. 1 Eryngium campestre in den Weinbergen bei Dorsheim, Rheinland-Pfalz, 15.08.2015, 155 m, 49° 55' 55 N, 07° 52' 55 O Abb. 2 Eryngium campestre zusammen mit der Gewöhnlichen Wegwarte, Cichorium intybus L., am Rheinufer bei Düsseldorf-Volmerswerth, 09.08.2009, 28 m, 51° 11' 29 N, 06° 44' 00 O


Abb. 3 Eryngium campestre auf den Rheinwiesen beim Düsseldorfer Hafen, Lausward, 24.07.2009, 29 m, 51° 13' 21 N, 06° 43' 42 O Abb. 4 Doppelt fiederspaltiges Blatt des Eryngium campestre in den Weinbergen bei Dorsheim, Rheinland-Pfalz, 15.08.2015, 156 m, 49° 55' 55 N, 07° 52' 55 O


Abb. 5 Blütenstände eines Eryngium campestre auf den Rheinwiesen beim Düsseldorfer Hafen, Lausward, 24.07.2009, 29 m, 51° 13' 16 N, 06° 43' 41 O Abb. 6 Blütenstände des Eryngium campestre mit den weit voneinander abstehenden, lineal-lanzettlichen Hochblättern, wie Abb. 5, Rheinwiesen beim Düsseldorfer Hafen, Lausward, 24.07.2009, 29 m, 51° 13' 21 N, 06° 43' 42 O


Abb. 7 Blütenstand des Eryngium campestre mit den lineal-lanzettlichen Hochblättern, Weinberge bei Dorsheim, Rheinland-Pfalz, 15.08.2015, 156 m, 49° 55' 55 N, 07° 52' 55 O Abb. 8 Eryngium campestre gegen Ende des Sommers in der Garrigue auf der Halbinsel Babin Kuk in Dubrovnik, Kroatien, 05.10.2015, 78 m, 42° 39' 21 N, 18° 04' 11 O


Die Abgrenzung des Eryngium campestre vom Meer-Mannstreu, E. maritimum L., ist recht einfach. Die Hochblätter, also jene direkt unterhalb der Blütendolde, sind lineal lanzettlich und nicht breit eiförmig und dreilappig wie beim E. maritimum.

Nicht gesichert ist die Ableitung des Gattungsnamens Eryngium L., der bereits antik genutzt und wohl so von Linné übernommen wurde; schon bei Aristoteles gr. "eryggion" (= distelförmiger Doldenblütler). Das Epitheton campestre stammt von lat. "campester" (= Feld), nach dem Standort der Pflanzen.

Das Feld-Mannstreu ist eine hübsche Blütenstaude mit bizarrem, die sich gut in den Exotengarten einpasst. Man wählt einen sonnigen und warmen Standort, gerne auf Kalk.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Eryngium campestre. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/eryngium-campestre.html am Tg.Mo.Jahr.

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