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Clinopodium vulgare L.
   synonym: Satureja vulgaris  (L.) Fritsch, Calamintha clinopodium Spenn.
Gewöhnlicher Wirbeldost, Lamiaceae (Labiatae) - Lippenblütler
Hochsommerblüher, VII–IX, 30–60 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Der Gewöhnliche Wirbeldost ist in Mitteleuropa zerstreut bis verbreitet, mit Schwerpunkt in der Mitte und im Süden. Richtung Norden und Osten wird er seltener. Er besiedelt lichte Wälder, Waldränder, Hecken und ruderale Standorte, gerne auf basenreichen Böden. Die Pflanzen wachsen aufrecht bis aufsteigend und machen unterirdische Ausläufer. Sie sind zottig behaart, mit schwachem Geruch und verzweigt. Die Laubblätter sind gegenständig, eiförmig, kurz gestielt, nicht drüsig punktiert und haben 4–7 flache Zähne. Die Blüten haben 12–22 mm lange, rosarote Kronen, selten weiß, die zu 10–20 in 1–4 dicht halbkugeligen Scheinquirlen stehen.


Abb. 1 Halbkugeliger Scheinquirl von Clinopodium vulgare an einem Waldsaum auf Kalk im Urft-Tal, Eifel, 03.08.2016, 436 m, 50° 30' 48 N, 06° 36' 28 O Abb. 2 Zottig behaarter, trüb grüner Stängel von Clinopodium vulgare, Waldsaum auf Kalk im Urft-Tal, Eifel, 03.08.2016, 436 m, 50° 30' 48 N, 06° 36' 28 O

Abb. 3 Blühende Pflanzen des Clinopodium vulgare an einem Waldsaum auf Kalk im Urft-Tal, Eifel, 10.08.2016, 438 m, 50° 30' 47 N, 06° 36' 31 O Abb. 4 Clinopodium vulgare zusammen mit der Großblütigen Braunelle, Prunella grandiflora (L.) Scholler, am Wegesrand im Urft-Tal, Eifel, 10.08.2016, 440 m, 50° 30' 50 N, 06° 36' 36 O

Abb. 5 Clinopodium vulgare an einem thermophilen Saum im Urft-Tal nahe Urft-Steinfeld, Eifel, 10.08.2016, 439 m, 50° 30' 47 N, 06° 36' 23 O



Der Gattungsname Clinopodium L: leitet sich ab von gr. "kline" (= Bett) und gr. "podion" (= Füßchen), zu gr. "klinopodion". Es ist ein Motiv, welches die Blütenquirle des Gewöhnlichen Wirbeldosts mit den Knäufen antiker Bettfüße vergleicht. Das Epitheton vulgaris stammt von lat. "vulgaris" (= allgemein bekannt, gewöhnlich).

Clinopodium vulgare sind eher unscheinbare Pflanzen, die sonnige und warme Lagen bevorzugen. Im Staudenbeet oder der mediterranen Pflanzung kombinieren diese gut mit Sträuchern und anderen Stauden.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Clinopodium vulgare. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/clinopodium-vulgare.html am Tg.Mo.Jahr.

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