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Dianthus carthusianorum L.
Kartäuser-Nelke, Caryophyllaceae - Nelkengewächse
Beginn Frühsommerblüher, VI–IX, 15–60 cm hoch, teilimmergrün, mehrjährig

Die Kartäuser-Nelke tritt in Mitteleuropa zerstreut bis verbeitet auf, wird nach Nordwesten hin selten. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Bevorzugt besiedeln die Pflanzen kalkhaltige, thermophile Rasen, gelegentlich an Wegrändern oder Böschungen. Auf sauren Standorten kommt sie nicht vor. Die Pflanzen wachsen aufrecht, sind kahl, mit wenigen linealen, gegenständigen, bis 6 cm langen Laubblättern. Typischerweise stehen die Blüten zu 2–15 in kopfigen Blütenständen, die umgeben sind von langen, schmalen, bräunlichen Hochhblättern. Die Kronblätter sind dunkelrot, bis 12 mm lang und gezähnt.



Abb. 1 Blüte des Dianthus carthusianorum, Bausenberg, Niederzissen 10.09.2014, 319 m, 50° 27' 53 N, 07° 13' 19 O Abb. 2 Pflanzen des Dianthus carthusianorum, Bausenberg, Niederzissen 10.09.2014, 319 m, 50° 27' 53 N, 07° 13' 19 O

Abb. 3 Blüten des Dianthus carthusianorum. Hier handelt es sich um eine Ausaat im Zuge der Renaturierung am Tippelsberg, Bochum, 150 m, 51° 30' 25 N, 07° 13' 36 O, 07.07.2017 Abb. 4 Die kopfigen Blütenstände von Dianthus carthusianorum sind umgeben von langen, schmalen Hochhblättern, Tippelsberg, Bochum, 150 m, 51° 30' 25 N, 07° 13' 36 O, 07.07.2017.


Dianthus carthusianorum unterscheidet sich von der ähnlichen Heide-Nelke, D. deltoides L., durch den Standort auf kalkhaltigen Böden. Die Blüten stehen in kopfigen Blütenständen und haben typischerweise braune Hochblätter, welche sie mithin unverkennbar machen.

Der Gattungsname Dianthus L. ist griechischen Ursprungs, gr. "dios" (= Gott, Zeus) und gr. "anthos" (= Blüte), also die Blume des Zeus. Das Art-Epitheton carthusianorum leitet sich ab von lat. "Carthusia" (= Kartause), nach dem Eremitenkloster Grande Chartreuse in der gleichnamigen Landschaft in den westlichen Alpen.

Von Dianthus carthusianorum gibt es zahlreiche Sorten mit verschiedenen Farben oder gefüllten Blüten. An sonniger, trockener Stelle mit kalkhaltigem oder basenreichem Boden sind es hervorragende Gartenpflanzen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Dianthus carthusianorum. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/dianthus-carthusianorum.html am Tg.Mo.Jahr.

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