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Galatella linosyris (L.) Rchb. f.
  synonym: Aster linosyris (L.) Bernh.
                 Chrysocoma linosyris L.
                 Linosyris vulgaris (L.) DC.
Gold-Steppenaster, Goldschopf, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Hochsommerblüher, VIII–IX, 15–45 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Gold-Steppenaster tritt in Mitteleuropa lückenhaft auf und fehlt in weiten Teilen ganz. Dort wo die Pflanzen vorkommen, können sie in größeren Populationen vertreten sein. In Österreich tritt die Art im pannonischen Raum verbreitet auf. Bevorzugt werden Trockenstandorte auf Rasen und in Strauchgesellschaften besiedelt, überwiegend auf kalk- und basenhaltigen Böden. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch. Die Pflanzen wachsen aufrecht und haben dicht beblätterte Stängel, die sich meist erst in den oberen Bereichen des Gesamtblütenstandes verzweigen. Die Laubblätter sind 1–3 mm breit, linealisch bis pfriemlich, 1-nervig und spitz. Der Gesamtblütenstand ist terminal, doldentraubig. Die Blütenkörbchen sind etwa 1 cm im Durchmesser und tragen nur goldgelbe Röhrenblüten. Später bilden sich etwa 3 mm lange, behaarte Früchte mit gelbem "Fallschirm" (Pappus).


Abb. 1 Doldenförmiger Gesamtblütenstand der Galatella linosyris an einem Strauchsaum auf dem Hundsheimer Berg, Niederösterreich, 20.09.2014, 389 m, 48° 07' 54 N, 16° 56' 00 O Abb. 2 Blütenstände und Laubblätter der Galatella linosyris an einem thermophilen Saum auf dem Hundsheimer Berg, Niederösterreich, 20.09.2014, 389 m, 48° 07' 54 N, 16° 56' 00 O

Abb. 3 Blühende Galatella linosyris auf einem Trockenrasen am Hundsheimer Berg, Niederösterreich, 21.09.2009, 397 m, 48° 07' 28 N, 16° 56' 08 O Abb. 4 Blütenstände der Galatella linosyris auf einem Trockenrasen am Hundsheimer Berg, Niederösterreich, 21.09.2009, 397 m, 48° 07' 28 N, 16° 56' 08 O

Abb. 5 Laubblätter der Galatella linosyris an einem Strauchsaum auf dem Hundsheimer Berg, Niederösterreich, 20.09.2014, 389 m, 48° 07' 54 N, 16° 56' 00 O


Der Gattungsname Aster L. leitet sich ab von gr. "aster" (= Stern) und bezieht sich auf die sternförmig radiären Korbblüten. Der Gattungsname Galatella Cass. ist nicht eindeuitg, könnte ein Deminutiv der griechischen mythologischen Figur Galateia sein, einer Nymphentochter. Das Epitheton linosyris ist ebenfalls nicht eindeutig und könnte auf gr. "linon" (= Lein) zurückzuführen sein, nach den schmalen Laubblättern, die denen des Leinkrauts, Linaria vulgare Mill. ähneln.

Galatella linosyris sind dekorative Spätsommer- und Herbstblüher, die dann Farbe in den Garten bringen, wenn sonst nicht mehr viel blüht. Ideal ist ein sonniger, auch trockener Standort

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2018: Galatella linosyris. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/galatella-linosyris.html am Tg.Mo.Jahr.

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