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Sedum telephium L.
  einschließlich Sedum maximum (L.) Hoffm.
                       Sedum telephium ssp. maximum (L.) Krocker
Purpur-Fetthenne, Crassulaceae - Dickblattgewächse
Hochsommerblüher, VIII–X, 25–60 cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Purpur-Fetthenne ist in Mitteleuropa mäßig häufig und besiedelt gerne Steinschutt- und Geröllflächen, mesophile Staudensäume, Lehmäcker, Störungsflächen oder Gebirgs-Hochgrasfluren. Es sind sukkulente Pflanzen mit dicken fleischigen Blättern, die wechselständig, undeutlich gezähnt und sitzend (ohne Stiel) sind. Zum Grund hin sind die Blätter verschmälert. Die Blütenstände sind Trugdolden, weiß-gelblich oder rot bis purpur, und erscheinen im Hochsommer.


Abb. 1 Sedum telephium an einem Feldweg im Hohenreutewald, Lauterbach, Schwarzwald, 25.04.2011, 744 m, 48° 14' 00 N, 08° 19' 48 O Abb. 2 Sedum telephium 'Purpursonne' im Hochsommer, Privatgarten, 04.09.2013

Abb. 3 Trugdolden der Sedum telephium 'Purpursonne' in einem Privatgarten, 04.09.2013 Abb. 4 Blütenstand Sedum telephium mit hellrosa Blüten, Privatgarten, 12.09.2013

Abb. 5 Wechselständige, undeutlich gezähnte Blätter des Sedum telephium, Privatgarten, 12.09.2013 Abb. 6 Leuchtend rosa, trugdoldiger Blütenstand von Sedum telephium, Privatgarten, 12.09.2013


Die Abgrenzung des Sedum telephium vom sehr ähnlichen S. maximum L. (Hoffm.) ist manchmal schwierig. Letzteres hat meist gegenständige oder in Dreier-Quirlen sitzende Blätter. Allerdings sind manche Sippen nicht eindeutig zuzuordnen, insbesondere im Hinblick auf die unzureichend geklärte Taxonomie der großblättrigen Fetthennen. Manche Autoren behandeln diese dann als eine Art mit mehreren Unterarten, beispielsweise S. maximum in der Flora Europaea als S. telephium ssp. maximum (L.) Krock.

Der Gattungsname Sedum war schon vor Linné gebräuchlich, lat. "sedum" (= Hauswurz). Er umfasste da aber mehrere Gattungen wie beispielsweise Sempervivum L. oder Aizoon L. und nicht nur exklusiv die Fetthennen. Das Epitheton telephium stammt von gr. "telephion" (= wilde Hauswurz) und wurde ebenfalls von Linné übernommen. Das genaue Benennungsmotiv ist jedoch unklar, entweder von einem Krieger mit Namen Telephus, dessen Wunde im Trojanischen Krieg mit der Fetthenne behandelt wurde, oder von Telephos von Pergamon, der als Archetyp des langlebigen Menschen galt.


Abb. 7 Pflanze des Sedum telephium im 0,25L-Topf, Privatgarten, 12.09.2013 Abb. 8 Sedum telephium ssp. maximum in den Dünen von Langeoog, wahrscheinlich ein Gartenflüchtling, 25.04.2011, 5 m, 53° 44' 59 N, 07° 28' 41 O

Abb. 9 Gegenständige Blätter des Sedum telephium ssp. maximum, NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 11.09.2015, 96 m, 49° 44' 58 N, 08° 35' 26 OPrivatgarten, 12.09.2013 Abb. 10 Pflanze des Sedum telephium ssp. maximum zusammen mit Euphorbia seguieriana Neck. im NSG Dulbaum bei Alsbach, welches ein trockener Standort mit subpannonischem Trockenrasen ist. Hessen, 11.09.2015, 96 m, 49° 44' 58 N, 08° 35' 26 OPrivatgarten, 12.09.2013

Abb. 11 Blütenstand des Sedum telephium, NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 11.09.2015, 96 m, 49° 44' 58 N, 08° 35' 26 OPrivatgarten, 12.09.2013 Abb. 12 Rotbrauner Fruchtstand des Sedum telephium ssp. maximum, NSG Dulbaum bei Alsbach, Hessen, 11.09.2015, 96 m, 49° 44' 58 N, 08° 35' 26 OPrivatgarten, 12.09.2013

Abb. 13 Blütenstand des Sedum telephium an einem schattigen Standort am Wasserfall Sopot, Montenegro, 11.10.2015, 40 m, 42° 30' 49 N, 18° 40' 53 O Abb. 14 Gegenständige Laubblätter des Sedum telephium am Wasserfall Sopot, Montenegro, 11.10.2015, 40 m, 42° 30' 49 N, 18° 40' 53 O


Sedum telephium ist eine dekorative Art für den Garten. Es gibt zahlreiche Sorten mit unterschiedlichen Blüh- und Blattfarben. Ideal sind trockene und sonnige Standorte. Kombinationen mit Yuccas oder anderen Xerophyten bieten sich geradezu an, da S. telephium problemlos winterhart ist und mit seinem sukkulenten Aspekt gut harmonisiert.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Sedum telephium. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/sedum-telephium.html am Tg.Mo.Jahr.

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