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Yucca arkansana Trel.
Arkansas Palmlilie, Agavaceae - Agavengewächse
                            oder: Asparagaceae - Spargelgewächse
Frühlingblüher, IV–V, 30–200 cm hoch, immergrün, mehrjährig

Yucca arkansana stammt aus den zentral-südlichen USA (Arkansas, Oklahoma, Texas) in Höhen von 850–2.000 m, bevorzugt in Prärien, steppenartigen Hügellandschaften oder offenen Geröllstandorten. Es sind kleine, meist stammlose Pflanzen oder mit kurzen, bis 15 cm hohen Stämmen, 10–40 cm. Die Blattrosetten sind oft nur eine oder mehrere, asymmetrisch, in lockeren Gruppen. Die schmalen Blätter sind 20–60(–100) cm lang, maximal 2,5 cm breit, aufsteigend oder zurückgebogen, biegsam, weich, breiter in der Mitte, mit weißlichen Rändern, anfänglich gedrehten Fäden, später fadenlos. Am Ende findet sich eine hell-braune, stechende Spitze. Der Blütenstand ist 1–2 m hoch, die Blüten beginnen innerhalb der Blattrosetten, sind bis 6 cm groß, glocken- oder röhrenförmig, cremig weiß, manchmal rötlich oder grünlich tingiert. Die Früchte sind länglich zylindrische, trockene Kapseln, gewöhnlich mit zentralen Einschnürungen, bis 6,5 cm lang; zur Gattung Yucca.

Auf den ersten Blick mag man Yucca arkansana für einen schmalblättrigen Morphotypen der Y. filamentosa L. halten, da das Blatt der Arkansas Yucca an letztere erinnert. Betrachtet man den Naturstandort in den zentralen USA, Arkansas, so wird rasch klar, dass es sich um eine Übergangsform zwischen den westlichen und östlichen Yuccae in Nordamerika handelt, mithin also der Begriff Arkansas Yucca sehr treffend erscheint. Yucca arkansana ist ein sehr variables Taxon, über das ein buntes Potpourri an systematischen Sichtweisen existiert; kein Wunder, als Übergangsform sehen manche Autoren das Taxon als Form der Y. louisianensis Trel. oder auch anders herum, die Y. louisianensis als Form der Y. arkansana.

Abb. 1 Pflanze einer Yucca angustissima × arkansana in einem Privatgarten in Gols, Neusiedler See, Österreich, 19.09.2014


Der Gattungsname Yucca L. existierte schon vor Linné und ist wahrscheinlich aus einer Altsprache der karibischen Insel Hispaniola entlehnt. Das span. "yuca" (= Maniok) stammt daher und wurde wohl auf die ebenso essbaren Blüten und Samen der Y. aloifolia L. übertragen. Das Art-Epitheton arkansana bezieht sich auf den US-Bundesstatt Arkansas, wo die Art vorkommt.

Die Arkansas Yucca wird nur selten in Mitteleuropa angebaut. Langfristig erfolgreiche Gartenkultur ist daher in Mitteleuropa selten, wenn überhaupt. Potentiell dürfte es sich um eine winterharte Art handeln. Idealerweise sollte beim Anbau im Freiland ein sonniger, möglichst heißer und trockener Standort gewählt werden. Die Wärmebedürftigkeit ist aller Voraussicht nach höher als jene der winterharten Y. filamentosa.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Thiede, J. 2001: Yucca. In: Eggli., U: Illustrated Handbook of Succulent Plants: Monocotyledons. – Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, 87–102.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2016: Yucca arkansana. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/yucca-arkansana.html am Tg.Mo.Jahr.

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