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Achillea millefolium L.
  synonym: Achillea alpicola (Rydb.) Rydb.
                 Achillea arenicola A. Heller
                 Achillea borealis ssp. arenicola (A. Heller) D. D. Keck
                 Achillea borealis ssp. californica (Pollard) D. D. Keck
                 Achillea californica Pollard
                 Achillea gigantea Pollard
                 Achillea lanulosa Nutt.
                 Achillea laxiflora Pollard & Cockerell
                 Achillea megacephala Raup
                 Achillea nigrescens (E. Mey.) Rydb.
                 Achillea occidentalis (DC.) Raf. ex Rydb.
                 Achillea pacifica Rydb.
                 Achillea pecten-veneris Pollard
                 Achillea puberula Rydb.
                 Achillea rosea Desf.
                 Achillea subalpina Greene
                 Achillea sudetica Opiz
                 Chamaemelum millefolium (L.) E. H. L. Krause
Schafgarbe, Asteraceae (= Compositae) - Korbblütler
Sommerblüher, VI–X, 30–60(–120) cm hoch, sommergrün, mehrjährig

Die Schafgarbe tritt in Mitteleuropa in allen Bundesländern gemein auf. Das Verbreitungsgebiet ist europäisch-sibirisch. In Australien und Nordamerika ist die Art eingebürgert. Bevorzugt siedeln die Pflanzen auf Rasen, Wiesen, Weiden, Äckern und an Säumen. Die Pflanzen bilden unterirdische Ausläufer, wachsen aufsteigend bis aufrecht und sind oft nur in den oberen Bereichen verzweigt. Die Laubblätter sind 2–4-fach fiederschnittig, lanzettlich bis lineal-lanzettlich, wobei die Grundblätter gestielt sind und die Stängelblätter meist sitzend. Der Gesamtblütenstand ist eine Schirmrispe mit meist mehreren Nebenschirmen, die aus Blütenkörbchen gebildet werden. Die Blütenkörbchen haben zahlreiche weiße, gelbliche oder rötliche Röhrenblüten und 4–6 Zungenblüten, deren Farbe meist weiß, gelegentlich rötlich, seltener gelb ist.

Achillea millefolium ist eine vielgestaltige Art, von der zahlreiche Synonyme und infraspezifiische Taxa beschrieben wurden und deren taxonomische Stellung nicht endgültig gesichert ist. Zudem ist die Diagnose von Taxa des A. millefolium-Komplexes oft sehr schwierig und nur mit mikroskopischer, zytologischer und/oder biochemischer Analyse möglich.


Abb. 1 Schirmrispe einer blühenden Achillea millefolium in den Braundünen auf Langeoog, 29.07.2017, 2 m, 53° 45' 00 N, 07° 35' 17 O Abb. 2 Ungeöffnete Blütenkörbchen in der Schirmripse einer Achillea millefolium in einer Wiese auf  Spiekeroog, 13.07.2015, 1 m, 53° 46' 05 N, 07° 42' 12 O

Abb. 3 Fein fiederschnittiges, lanzettliches Laubblatt von Achillea millefolium in einem Halbtrockenrasen auf Langeoog, 29.07.2017, 1 m, 53° 45' 14 N, 07° 30 38 O Abb. 4 Blühende Pflanzen der Achillea millefolium in einer Wiese auf Langeoog, 29.07.2017, 0 m, 53° 43' 41 N, 07° 29' 11 O

Abb. 5 Grundständige Laubblätter der Achillea millefolium in einer Mahdwiese auf Langeoog, 29.07.2017, 0 m, 53° 43' 42 N, 07° 29' 11 O Abb. 6 Achillea millefolium zusammen mit dem Großen Wiesenknopf, Sanguisorba officinalis L., in den Rheinauen der Urdenbacher Kämpe, Düsseldorf, 09.08.2017, 39 m, 51° 08' 39 N 06° 52' 33 O

Abb. 7 Eine Pflanze der Achillea millefolium mit mehreren Sprossachsen, zusammen mit dem Großen Wiesenknopf, Sanguisorba officinalis L., in den Rheinauen der Urdenbacher Kämpe, Düsseldorf, 09.08.2017, 39 m, 51° 08' 39 N 06° 52' 33 O


Der Gattungsname Achillea L. leitet sich ab von lat. "Achilles", dem griechischen Helden der Troja, der in der Heilkunde ausgebildet war und die Schafgarbe als ein Heilmittel genutzt hatte. Das Epitheton millefolium setzt sich zusammen aus lat. "mille" (= tausend) und lat. "folium" (= Blatt), zu "Tausendblatt", deskriptiv für die feingliedrigen Laubblätter.

Achillea millefolium ist ein dekorativer Sommerblüher, der neben dem Anbau als Heilpflanze ebenso schon lange als Zierpflanze kultiviert wird. Die Art ist robust, winterhart und verträgt Sonne bis Halbschatten. Es gibt zahlreiche Auslesen mit unterschiedlichen Farben der Blütenkörbchen.

Referenzen
Genaust, H. 2012: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. – Nikol-Verlag, Hamburg, 701 S.
Haeupler, H. & Muer, T. 2007: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. – Ulmer-Verlag, Stuttgart, 789 S.
Jäger, E. J. 2011: Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. – Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.



Zitiervorschlag: Lorek, M. 2017: Achillea millefolium. – http://www.tropengarten.de/Pflanzen/achillea-millefolium.html am Tg.Mo.Jahr.

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